Zweites Weltkochen – 6. Juni 2012

Das Küchenteam steht bereit und hat sich sehr schnell in der fremden Küche zurecht gefunden.

Um 12:00 wurde der Vorteig angesetzt und ab 14:00 ging alles ruckzuck. Ab und an wurde ich etwas gefragt. Und ein paar Besorgungen standen noch aus – wobei der Vanilin-Zucker mit echter Bourbon Vanille zu einem Aufschrei führte, da die kleinen dunklen Kügelchen den Bliniteig unbekannt veränderten – äußerlich …

Und es war viel Arbeit – meisterliche Handarbeit. Ich durfte immer probieren und die frischen Blini und Piroschka haben mich wirklich überrascht: sehr fein und zart. Die Kartoffelfüllung in den Piroschka ging mit dem Teigmantel eine wunderbare Verbindung ein. Ein geschmackliches Vergnügen erster Sahne.

Und bei aller Arbeit wurde wie schon bei den Köchinnen des ersten Weltkochens viel gerascht und gelacht – davon habe ich leider wenig verstanden …<a href="https://www azithromycin 250mg.weltkochen.de/wp-content/uploads/2012/06/IMG_0098.jpg”>

Oben wurde der Saal gerichtet – diesmal mussten wir zum Speisen aus dem Keller in den ersten Stock – da so viele Gäste angekündigt waren. Dieser Saal hat ein gutes Ambiente.

Wir konnten den Decken-Beamer nutzen um ein Video des Kultur- Bildungs- und Sportverein Worms e.V. anzuschauen und ein Weltkarte veranschaulichte die Nähe bzw. Ferne unserer Länder.

Die Staffellöffelübergabe vno Herrn Michael Krjukov an Herrn Peter Naaijkens und Überreichung von Geschenken der Anerkennung rundeten die sehr gelungene Veranstaltung ab.

Herr Naaijkens hat den Löffel übrigens stellvertretend für das nächste Team übernommen: die indische Delegation. Der Termin für den Kochabend steht auch schon fest: Donnerstag, der 23. August 2012.

Hier noch ein kleines Küchen-Highlight – jedenfalls viel es mir so auf:  Video

 

Dienstag, der 5. Juni 2012 – der große Einkauftag …

Teil 1: Christian zog morgens mit Sackkarre (von unserem Hausmeister geliehen) auf den Markt zu Frau Feldmann, die  alles schon gekonnt gepackt hatte, so dass es schnell ging.

Teil 2: Dreieinhalb Kilo Lammfleisch vom Bim Markt in der Mainzer Strasse – auch das holte Christian noch klimaschonend zu Fuß.

Teil 3: der “Rest” (also das meiste) bestritten von Christian und Maxim, erforderte dann Maxims Auto, um damit zu Denns und Kaufland zu fahren. Hier ein Blick in den Kofferraum, wenn Männer ohne Taschen einkaufen …

Die Zutatenliste für Neugierige.

Montag, 4. Juni: Ortstermin und internationale Mengendebatte…

Alle Listen zusammengerechnet kommen wir auf 40 Kilo Lebensmittel für ca. 40 angemeldete Gäste…. mmh???  Beim Ortstermin am Montag überlegen fünf Weltköche nochmal heftig gemeinsam: Frau Krjukov, Maxim, Adevijeh Çekiç, Perihan Gelir und Christian… und reduzieren, zumindest hier und da.

Wie so oft wird aus einem gar nicht so einfachen Thema eine sehr schöne Begegnung. Es stellt sich z.B. heraus: einige der russischen Gerichte gibt es ganz ähnlich auch in der Türkei. Zum Beispiel Plov (russisch) und Pilav. Und als Frau Çekiç und Frau Gelir wegen des Fleisches nachfragen, ist für Frau Krjukov und Maxim sofort klar: Da ändern wir natürlich nochmal die Zusammensetzung. Jetzt gibt es ein Gericht sowohl mit Schweinefleisch als auch mit Lamm vom muslimischen Metzger. Und an die Vegetarier ist sowieso gedacht!!

Maxim muss regelrecht gebremst werden, um sich nicht mit zu vielen Varianten zu viel Stress zu machen. Bitte!!!

Wir freuen uns, denn wir kommen der Idee des Weltkochens immer näher: sich austauschen, mit dem goldenen Kochlöffel Erfahrungen weitergeben, Verbindendes entdecken.

Vielleicht denken wir viel zu viel an die ‘kulturellen Unterschiede’ oder die ‘Identität’. Gibt es das wirklich – so klar und scharf voneinander abgegrenzt? Erfinden wir das nicht ständig neu, indem wir es so nennen? Ist in Wirklichkeit nicht alles viel fließender, viel verbindender. Sicher beim Kochen und beim Essen…

 

 

 

Samstag, 2. Juni: Unterwegs in Worms – viereinhalb Stunden Einkaufsplanung.

Viereinhalb Stunden: Zuerst sitzend bei Vannini, direkt am Marktplatz. Hier puzzelten Frau Krjukov,  Maxim und Christian die Einkaufslisten aus den Rezepten heraus und planten, was wir wo besorgen, damit es wieder einigermaßen schonend für Natur und Mensch zugeht.

9 Kilo Mehl? 3 Kilo Zucker? Brauchen wir das wirklich? Wieviel Fleisch??.. Wieviel Kohl? Mit den Mengen ist so das eine Sache. In der russischen (wie auch in der türkischen) überwältigenden Gastfreundschaft sollen sich die Tische biegen! Einerseits. Andererseits: Lebensmittel wegwerfen und Weltkochen – das paßt ja gar nicht.

Dann ging es – wie schon für’s erste Weltkochen – zu Frau Feldmann zum Bestellen. Sie hat eine gute Auswahl aus eigenem und regionalem Anbau (und sie besorgt auch Zitronen für uns). Frau Krjukov, was davon hätten Sie wohl damals, in Ihrem Garten in Sibirien, alles selber angebaut? Vielleicht können Sie davon am Mittwochabend noch erzählen.

Im Weltladen hatte Herr Kollig schon seine Präsentation aufgebaut. Frau Krjukov und Maxim berichteten eindrucksvoll von ihren Erfahrungen in Russland. Maxim kommt aus Kasachstan und hat früh gelernt, für die restliche Familie zu kochen.

In Denns Biomarkt schauten wir dann, was wir dort für unsere Rezepte bekommen (die Körnung des Reis testet Maxim erst noch).

Zum Schluß noch ein Blick in die Russische Abteilung im Kaufland Supermarkt – ganz schmal aber vom Boden bis in die Höhe. Sie grenzt an die türkische Abteilung.
Das ist die perfekte Überleitung zum nächsten Artikel…