Projektsitzung am 23. Januar 2013

Weltkochen 2012 – erste Bilanz und wie geht es weiter?

Treffen am 23. Januar im Infocafé des Caritasverbandes: Frau Blüm, Frau Schreiber, Adeviye Çekiç , Perihan Gelir, Thomas Jäger, Christian und Patricia Mangelsdorff

Die wichtigsten Ergebnisse in Kürze:

  1. Ab jetzt gibt es einen Jour Fixe jeden ersten Mittwoch im Monat von 13:30-15:00 für alle Interessierten. Die nächsten beiden also am 6. Februar und am 6. März. Da werden Inhalte besprochen und weitere Veranstaltungen geplant.
  2. Gerechtigkeit und Ressourcenschonung muss wieder stärker in den Fokus! Weniger ist mehr. Wir brauchen keinen Überfluss. Es geht schließlich nur um Einblicke in die Esskultur anderer Menschen und dazu reicht es, wenn es wenige Gerichte aus der Alltagsküche gibt. Das Thema Teilen und Gerechtigkeit muss an den Abenden präsent sein! Mit Bildern, als Erzählung und in der Mahlzeit selber. Und es soll auch stärker mit eigenen Beiträgen in die Presse transportiert werden. Adeviye Çekiç hat es so gesagt: „Essen, genießen und dabei die anderen nicht vergessen – und uns immer wieder an sie erinnern.“
  3. Wir wünschen uns, dass die Kochgruppen auch längerfristig dabeibleiben und – wie Turkuaz – als Gäste, Berater und Begleiter wiederkommen. Die Frage ist, was wir dazu selber tun können. Ziel wäre, dass mindestens zwei weitere Gruppen dauerhaft dabei bleiben.
  4. Wir nehmen das Gebet als Moment der Dankbarkeit und des Innehaltens wieder auf.
  5. Wir erstellen eine Checkliste (wer übernimmt das?) zum Thema
  • Sauberkeit und Hygiene beim Kochen (Einmalhandschuhe; Regeln fürs Abschmecken)
  • Aufräumen und Reinigung der Küche (wo sind die Reinigungsmittel? was muss am gleichen Abend noch geschehen, was darf den Profis am nächsten Tag überlassen werden, die der CV dankenswerterweise als Verstärkung dazu geholt hat?).

Beides muss von Anfang an stärker in die Planung einbezogen werden.

Hier noch etwas mehr zu unserem Treffen:

Zur Erinnerung: Weltkochen steht auf zwei Beinen.

  • Begegnung zwischen Menschen und Kulturen, miteinander Kochen und gemeinsam Genießen.
  • Einen Beitrag leisten zu Gerechtigkeit und Ressourcenschonung; anderen Menschen nicht schaden… damit genug für alle da ist.

Was wir gut fanden und beibehalten wollen:

Turkuaz und vor allem Adeviye und Perihan sind Frauen der ersten Stunde und dabei geblieben! Nicht nur haben sie dem Weltkochen einen großartigen Auftakt ermöglicht, sondern sie sind weiter gekommen, haben mit geplant und und -gestaltet, die anderen Teams beraten und viele gute Ideen eingebracht. Und genau darum geht es ja: etwas Gemeinsames soll entstehen, was die verschiedenen Kulturen in Worms verbindet.

Gespräche gab es, bei denen sich Menschen gegenseitig gut zuhören und etwas voneinander erfahren. Etwa über Erinnerungen an Mahlzeiten und Gerüche ‘von früher’; Kaviar aufs Schulbrot, weil es davon in Sibirien so viel gab… der Garten in der sibirischen Heimat, der hier fehlt… der Geruch nach Pumpernickel in der westfälischen Bäckerei der Großeltern… die Weihnachtsrituale in Familien…

Wichtig und vielleicht auch ausbaufähig ist die ‘Einkaufsrunde’: Wochenmarkt, Weltladen, Biomarkt.. Gerade die Kontakte zum Weltladen und Frau Feldmann sind eine große Bereicherung, bei denen alle dazulernen.

Am ersten Abend mit Turkuaz haben wir noch zusammen gebetet. Das war wichtig, als Moment der Besinnung und des Innehaltens und als Zeichen der Dankbarkeit und wir sollten es unbedingt wieder aufnehmen.

Immer wieder schön war auch die Musik!

Der Besuch bei Feldmanns war sehr beeindruckend und sollte im Sommer mit mehr Teilnehmern wiederholt werden. Und auch andere Betriebe können wir besuchen.

Was wir ändern wollen:

Gerechtigkeit, Ressourcenschonung, anderen Menschen nicht schaden, bewusst und dankbar genießen, statt zu ‘völlern’ … diese Aspekte waren zwar beim Einkaufen präsent. Aber an den Kochabenden und auch in der öffentlichen Wahrnehmung blieben sie eher unterbelichtet. Ein gewisser Druck hielt ziemlich schnell Einzug: alle Gruppen wollten verständlicherweise ihre Künste von der besten Seite zeigen; die Tische sollten sich biegen. Das wollen wir ändern: weniger ist mehr. Wir brauchen keinen Überfluss. Es geht schließlich nur um Einblicke in die Esskultur anderer Menschen, und dazu reicht es, wenn es wenige Gerichte gibt, und die sollten auch eher alltäglich als besonders festlich sein more information. In irgendeiner Form muss auch an den Abenden das Thema Teilen und Gerechtigkeit präsent sein! Mit Bildern, als Erzählung und in der Mahlzeit selber. Und es soll auch stärker mit eigenen Beiträgen in die Presse transportiert werden.

Adeviye Çekiç hat es so gesagt: Essen, genießen und dabei die anderen nicht vergessen – und uns immer wieder an sie erinnern.

Wir wünschen uns, dass die Kochgruppen auch längerfristig dabeibleiben und – wie Turkuaz – als Gäste, Berater und Begleiter wiederkommen. Die Frage ist, was wir dazu selber tun können? Ziel wäre, dass mindestens zwei weitere Gruppen dauerhaft dabei bleiben.

Praktisches:

Wir brauchen eine Checkliste zum Thema

  • Sauberkeit und Hygiene beim Kochen (zB Einmalhandschuhe; Regeln fürs Abschmecken)
  • Aufräumen und Reinigung der Küche (wo sind die Reinigungsmittel? was muss am gleichen Abend noch geschehen, was darf den Profis am nächsten Tag überlassen werden, die der CV dankenswerterweise als Verstärkung dazu geholt hat?).

Beides muss von Anfang an stärker in die Planung einbezogen werden.

Ideen für die nahe Zukunft:

  • Studenten der FH kochen für schmale Geldbeutel
  • Tafelkochkurs
  • Kochduell mit Tafelprodukten (wem gelingt das beste?)
  • Kinderkochen
  • Veranstaltung zum Thema Solidarische Landwirtschaft
  • Abend mit Felix zu Löwenstein (Autor von: Wir werden uns ökologisch ernähren oder gar nicht)
  • Interkulturelles Kochen life im Offenen Kanal
  • Weltkochen fragt nach“ (z.B. wo kommt der Kaffee in Einrichtungen von Caritas und Diakonie her?)
  • Besuche bei Feldmanns und anderen Betrieben im Frühjahr

Patricia Mangelsdorff schrieb dieses Protokoll

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