Mengenbesprechung, Markt- und Weltladenbesuch – 29. September 2012

Treffen an “der” Wormser Eisdiele und dann zum Kaffee/Tee in die “Backfactory”:

Lebhaft wars. Und auch friedlich – wen wunderts, ist ja auch ein angenehmes Thema. Jedenfalls streiten wir nicht – noch nicht. Vielleicht müssen wir das auch tun, um Nachhaltigkeit zu erreichen.

Da sind wir wieder bei Frau Feldmann … Bin mal gespannt, wie die Feldmannschen Chilis ankommen?!

Bio-Fleisch, das ist jetzt entschieden und auch Bioland, nicht “nur” EU-Bio.

Der Weltladen war diesmal der Abschluss: kolumbianischer Kaffee wurde erstanden.
Daneben ist der “Fisch-Lorenz” darauf dürfen wir uns besonders freuen …

Besuch bei Feldmanns …

Besuch beim Betrieb der Feldmanns in Leiselheim. Oder: was sind unsere Lebensmittel uns wert?

Sorry, aber erst ein paar dürre Zahlen: Wie viele landwirtschaftliche Betriebe sterben jährlich in Deutschland?
Knapp 7000 jährlich im Durchschnitt der letzten drei Jahre; jeden Tag etwa 19.
In Deutschland sank die Zahl der Höfe in den Jahren von 2003 bis 2010 beispielsweise um 27 Prozent. Z.B., weil Landwirte keine Nachfolge finden oder aufgeben müssen. Die, die bleiben, werden immer größer: Die Durchschnittsgrösse eines Hofes in Deutschland  beträgt heute 48 Hektar (1991: 31 ha).

Jetzt könnte man sagen: Na und? Große Betriebe sind ja auch viel produktiver. Und schließlich müssen wir immer mehr Menschen ernähren. Aber: Vereinte Nationen, Weltbank und Wissenschaft sind sich einig: Die Ernährung kann in Zukunft nur gesichert werden, wenn überall auf der Welt kleine und mittlere landwirtschaftliche Betriebe für eine Nahrunsgrundlage aus der Region sorgen.

Elke und Michael Feldmann in Leiselheim bewirtschaften 3 ha. Auf denen bauen sie an: Tomaten, Paprika (viele Sorten), Kürbis, Sellerie, Kartoffeln (blaue, rote, gelbe, lilafarbene), Karotten (gelbe, rote, karottige), Auberginen, Brechbohnen, Fenchel, Salate, rote Beete, Pastinaken, Petersilienwurzel, dicke Bohnen, Mangold, Spinat, Wirsingkohl, Feldsalat, Weiß- und Rotkraut, Zwiebeln, Melonen, Himbeeren, Aprikosen, Pfirsiche, eine Unzahl von Kräutern….. z.T. alte, fast vergessene Sorten….

Jetzt geht es in Stichworten weiter, denn morgen abend berichten wir dazu: Handarbeit, Direktvermarktung, weitgehender Verzicht auf Chemie; weder die Nachfolge noch die Existenz sind gesichert; Arbeitszeiten: an Markttagen (4 mal die Woche) schon mal 12 und mehr Stunden. Urlaub? Nö. (nur einmal im Jahr, am Dienstag nach Weihnachten ist Frau Feldmann nicht auf dem Wormser Markt. Sonst immer.)

Wir fragen uns, Euch und Sie: was müsste geschehen, damit eins der vier Enkelkinder mal gerne und unter gesicherten Bedingungen den Hof übernimmt?

Von so vielem sind sie abhängig: Klima, Wetter, Insekten- und Schädlingsbefall; Mehltau; Wormser Stadtplanung: seit die Leute am Marktplatz nicht mehr gut parken können, haben sie große Umsatzeinbussen.

Und: Die Preise der anderen… ob plötzlich der Markt mit irgendwas überschwemmt wird.(z.B. aus Spanien, wo das dann wieder zu Wasserknappheit führt und Afrikaner für schlechte Löhne illegal schuften).

so weit für heute…. Patricia

 

 

22. September 2012 – Recherchen beim Besuch des Wochenmarktes …

Der Besuch beim Fleischhändler (BIOLAND) ergab:

Produkt EUR / KG benötigte Menge Gesamtpreis EUR
Schweinebauch 10,20 20 Scheiben / ca. 2 KG 20,40
Hähnchenbrust 30,90 1,5 KG 46,35
Rinderhack 13,50 2 KG 27,00
Chorizo Würste alternativ:
Zellsche Lange
25,10 1 KG 25,10

Die Zellsche Lange erscheint mir (meiner Zunge) eine gute Alternative zur Chorizo-Wurst zu sein – kann man noch etwas schärfer würzen … Ist ausgezeichnet; jedenfalls eine sehr schmackhafte Schweinewurst – nicht zu fest …

Beim Fleisch bin ich sehr für BIOLAND – Bio – vielleicht können wir ja – nein gar nicht vielleicht, wir machen das so.

Beim Dorsch sieht es so aus:
Die Haut ist ähnlich der des Lachses – lässt sich hier aber gut mitessen. Der Dorsch kann im ganzen oder in T-Bone-Steak ähnlicher Aufteilung zubereitet werden. Einer kommt ausgenommen auf 1,5 – 2 KG und kostet dann 18 EUR / KG.

 

Vorbesprechung am Mittwoch, den 19. September

Frau Ula Joel und Frau Ortscheid – der Rest war ausnahmsweise eine Herrengesellschaft: drei kolumbianische Köche – Studenten der Wormser FH, Peter Naaijkens und ich waren in den Caritas Bistro-Keller gekommen.

Die Rezeptvorschläge lasen sich gut. Mehr wird nicht verraten.

Für muslimische und vegetarische Feinschmecker ist gesorgt. Das ging problemlos, obwohl mir die Köche versicherten, in Ihrer Heimat jeden Tag Fleisch zu essen.

Die Küche wurde bei der Gelegenheit auch besichtigt und gutgeheissen.